Aus armenischem Diesel wird eine georgische Supra

Bevor wir Armenien verlassen müssen wir nochmal tanken. Es ist gerade keine „große“ Tankstelle in der Nähe und bis jetzt ist uns auch nichts über miesen armenischen Diesel bekannt, also tanken wir an einer kleinen Tanke was sich wenig später als Fehler erweist. Wir kommen problemlos über die Grenze und die Grenzer sind auffällig gut gelaunt. Ein paar km hinter der Grenze fängt dann unser Motor an zu stottern und geht immer wieder aus. Nach Rücksprache mit Jörg versuchen wir es zuerst mit dem Dieselfilter, der eigentlich ohnehin mal getauscht werden musste. Mit neuem Filter springt das Auto sofort wieder an und wir kommen ohne Probleme zum Hostel nach Tbilisi. Problem gelöst … vorerst …
Am nächsten Tag fahren wir zu Amy nach Galavani. Amy haben wir vor 3 Wochen im Hostel kennengelernt, sie arbeitet als Englischlehrerin für das amerikanischen Peace Corps. Als wir in Galavani ankommen fängt das Auto wieder an zu stottern und geht aus. Wir schaffen es exakt bis zu Amy`s Gastfamilie, dann ist Schluss. Jetzt ist klar, in unserem Tank sind 100l Diesel der entweder dreckig oder sonstwie minderwertig ist, also aus dem Tank raus muss wenn wir nicht alle 70 km einen Dieselfilter tauschen wollen. Amy ist nicht bei Ihrer Gastfamilie, glücklicherweise aber Mari die Englisch spricht und Übersetzen kann.
Nach 5 min. sind 2 Nachbarn mit einer Menge Kanistern zur Stelle und debattieren darüber wie man den Diesel aus dem Auto bekommt. Es erweist sich als extrem praktisch das der Zusatztank eine Ablaufleitung an die Unterkante des Haupttanks hat, diese lässt sich wunderbar zum kompletten Entleeren des Tanks benutzen ohne den Diesel abpumpen zu müssen. Ein Nachbar fährt mit Eva ins Nachbardorf um neuen Diesel zu holen, nach 2 Stunden und einem erneut getauschten Filter läuft alles wieder wunderbar. Alles ging so schnell das wir uns nichtmal Sorgen um unser Auto machen konnten. Nach getaner Arbeit geht es zum Abendessen, uns wird erklärt das wir nicht im Auto sondern im Haus schlafen müssen. Langsam entwickelt sich das Abendessen dann zu einer ausgewachsenen georgischen Supra, alle paar Minuten kommt noch jemand zur Tür herein, es findet sich immer noch ein Hocker, die Enkelkinder von Amy`s Gasteltern spielen traditionelle georgische Musik und es wird ein Toast nach dem anderen ausgebracht. So wird aus einem großen Dieselproblem ein großartiger Abend.
Viele lieben Dank, an Amy und Mari, Amys Gastfamile und allen Nachbarn für Eure unendliche Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft!

We need to fill up Diesel before we leave Armenia towards Georgia. No bigger gas station nearby so we fill up at a small gas station, what little later proves to be a big mistake. We easily cross the border and the border guards are extraodinary kind. A few miles behind the border our engine start to stutter and dies ….
After consultation with Jörg we change the diesel filter that actually had to be replaced anyways. With a new filter, the car starts immediately and we arrive in the Hostel in Tbilisi without problems. Problem solved … for now …
The next day we drive to Amy in Galavani. We met Amy at the hostel 3 weeks ago, she works as an English teacher for the American Peace Corps. When we arrive in Galavani the car starts to stutter again and the engine dies, exactly in front of Amy`s host familys house.
Now its clear, the 100l of diesel in our tank are either dirty or otherwise problematic, so we have to get it out if we dont want to replace a diesel filter every 70 km. Amy is not with your host family, but fortunately Mari speaks English and can translate. After 5 min. there are two neighbors with a lot of cans on hand and debating how to get the diesel out of the car. The auxilary tank proves to be extremely practical, it has a drain line to the bottom of the main tank, it can be used the completely empty the tank without having to pump the Diesel. A neighbor takes Eva to the next village to get new diesel. After 2 hours and another changed diesel filter everything works again. Everything happened so fast that we could not even worry about our car.
After work, it’s time for dinner, we are told that we are not allowed to sleep in the car and have to sleep in the house. Slowly the dinner then develops to a full-Georgian Supra, every few minutes someone enters the room. The grandchildren of Amy`s host parents play traditional Georgian music and a lot of georgian toast are brought out. So a large diesel problem develops to a really great evening.
Many thanks to Amy and Mari, Amy’s host family and all the neighbors for your infinite helpfulness and hospitality!

4 thoughts on “Aus armenischem Diesel wird eine georgische Supra

  1. Hey, seid ihr noch in Georgien? Bin mit dem PKW 3 Wochen durch Russland gefahren und mach jetzt Pause in Tbilisi. Wenn ihr Lust habt, können wir uns ja mal treffen. Grüße Jens

  2. Pingback: Goodbye Georgia! | Auf in den Osten!

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